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Wenn aus Liedern Verantwortung wächst – was Musik bewirken kann

Viele kennen "Rolfs Schulweg-Hitparade" als Liedersammlung für Kinder. Weniger bekannt ist, was sich daraus im Laufe der Jahre entwickelte. Die Lieder fanden ihren Weg in Schulen, Kindergärten und Familien. Sie wurden gesungen, im Unterricht eingesetzt und immer wieder zum Anlass für Gespräche. Lehrkräfte, Erzieher, Eltern und Fachleute brachten ihre Erfahrungen ein und entwickelten die ursprüngliche Idee gemeinsam weiter. So entstand Schritt für Schritt ein Engagement, das weit über die Musik hinausreichte.

Im Austausch mit Fachleuten

Schon während der Arbeit an den Schulwegliedern war Rolf im Austausch mit Menschen, die Kinder und ihren Alltag aus ihrem Beruf kannten. Eine wichtige Rolle spielte dabei der ehemalige Polizeiverkehrslehrer Ekkehard Eichberg aus Hamburg-Blankenese.

Rolf erinnert sich:
"Dass eine Straße nicht dasselbe ist wie eine Fahrbahn und viele andere sprachliche Feinheiten hat er mir beigebracht und damit wesentlich zum Erfolg der Schulweg-Hitparade beigetragen."

Diese Zusammenarbeit zeigt, wie sorgfältig Rolf an seinen Liedern gearbeitet hat. Musik und Fachwissen ergänzten sich dabei ganz selbstverständlich.


Aus Begegnungen wurden neue Projekte

Mit dem Erfolg von "Rolfs Schulweg-Hitparade" wuchs auch der Austausch mit Schulen und pädagogischen Einrichtungen. 

Eine wichtige Rolle spielte Michael Heß vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR). Gemeinsam entwickelten sie Seminare für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte. Er koordinierte auch die erste Tour "Kind und Verkehr" 1980 zusammen mit den Trägern. So fand die "Schulweg-Hitparade" ihren Weg in viele Schulen und Klassenzimmer.

Die Idee entwickelte sich weiter

Aus den Erfahrungen mit "Rolfs Schulweg-Hitparade" entstanden weitere Projekte. Gemeinsam mit Beate Lambert und Ferri Feils entwickelte Rolf Zuckowski "Schau mal, hör mal, mach mal mit!", das sich an Kinder im Kita-Alter richtete. Musik, Bewegung und spielerisches Lernen ergänzen sich dabei und eröffneten einen neuen Zugang zur Verkehrserziehung.

Ferri Beate Rolf Zuckowski Schau mal

Später knüpfte "Rot und Grün. Schau mal, hör mal, mach mal mit!" an diese Erfahrungen an und führte den Gedanken weiter.

Allen Projekten gemeinsam ist der Blick auf die Lebenswirklichkeit der Kinder. Sie entstanden im Austausch mit Menschen, die Kinder täglich begleiten und ihre Erfahrungen in die gemeinsame Arbeit einbrachten.

 

Engagement, das weiterreicht

Die Zusammenarbeit rund um die Verkehrssicherheit ist nur ein Teil von Rolfs Engagement. Er unterstützt seit vielen Jahren verschiedene gemeinnützige Organisationen, darunter das Erich-Kästner-Kinderdorf, die SOS-Kinderdörfer und mehrere Kinderhospize. Mit dem Verein Elbkinderland e. V. setzt er sich für musikalische Begegnungen junger Menschen entlang der Elbe ein. Die Stiftung "Kinder brauchen Musik", die er 2004 gründete, setzt sich dafür ein, möglichst vielen Kindern den Zugang zur Musik zu ermöglichen – unabhängig von ihrer sozialen oder finanziellen Situation.

Ob Schulweglieder, Chorbegegnungen oder Stiftungsarbeit – immer geht es darum, Kindern Räume zu eröffnen, in denen sie sich ausprobieren, Gemeinschaft erleben und ihre eigene Stimme entdecken können.


Eine Haltung, die bleibt

Für dieses langjährige Engagement erhielt Rolf Zuckowski zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz am Bande, den Deutschen Verkehrssicherheitspreis, den Akademiepreis für Verkehrssicherheit, die Ernennung zum Ehrenkommissar der Polizei Hamburg sowie den Hamburger Bürgerpreis, den er gemeinsam mit Ekkehard Eichberg entgegennahm. Diese Ehrungen würdigen nicht einzelne Projekte, sondern viele Jahre kontinuierlicher Arbeit.

Rolf Zuckowski nimmt zusammen mit dem Polizeihauptkommissar a. D. Ekkehard Eichberg den Bürgerpreis 2025 vom Hamburger Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher entgegen.

Rolf Zuckowski nimmt zusammen mit dem Polizeihauptkommissar a. D. Ekkehard Eichberg den Bürgerpreis 2025 vom Hamburger Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher entgegen, ganz rechts Dr. Herlind Gundlach, die die Laudatio hielt.

Viele von Rolfs Liedern enden nicht mit der letzten Strophe, denn ihre Geschichte geht oft darüber hinaus. Aus ihnen entstanden Gespräche, Begegnungen und gemeinsames Handeln – und genau darin zeigt sich bis heute, was Musik bewirken kann.

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